Kunst im öffentlichen Raum von Zams
Öffentlicher Raum ist in einer demokratischen Gesellschaft ein Ort der Kommunikation, der Interaktion und der Identifikation. Kunstwerke im öffentlichen Raum sind weit mehr als nur ästhetische Dekoration. Sie machen Kunst für alle zugänglich, unabhängig von ihrem sozialen, kulturellen und ökonomischen Hintergrund.
Die Gemeinde Zams hat eine Reihe von Kunstwerken im öffentlichen Raum. Neben den bereits erfassten Arbeiten von Franz Xaver Hauser wurden weitere Werke, entstanden im 20. und 21. Jhdt, beschildert und in einem Folder dokumentiert. Die Arbeiten von Gerold Wucherer, Gerald Nitsche, Markus Wörgötter und Christine Prantauer & Manfred Moser unterscheiden sich in ihrer Materialität, Größe und Gestaltung sind vorwiegend im Bereich Kunst am Bau angesiedelt.
Den Folder zu den Arbeiten von Gerold Wucherer, Gerald Nitsche, Markus Wörgötter und Christine Prantauer & Manfred Moser finden sie unter:
Folder Kunst im Öffentlichen Raum: Broschüre
Die Werke von Franz Xaver Hauser finden sie in einem eigenen Folder unter:
Franz Xaver Hauser Folder: FXH
Oder unter „Franz Xaver Hauser - Kunstroute“:
https://tirolwest.at/de/kunstroute-franz-xaver-hauser

|
Gerald Nitsche Glinggl Glanggl, 1998 Skulptur-Objekt, Blechteile, bemalt Volksschule Zams, Hauptstr. 49 Gerald Nitsche zu seiner Arbeit: Prägend für mich und dafür war und soll es sein, auszudrücken, dass das Gebäude ein Schul-Haus, und zwar eine Volksschule ist, das heißt, dass Eltern davon angesprochen werden, ihre Kinder dafür vorzubereiten und zu begleiten! Und dass Kinder, Buben und Mädels, in diesen Räumlichkeiten nicht nur lernen, sondern auch kreativ tätig sein können, angeregt und unterstützt werden! Zugleich auch Impuls an LehrerInnen, in diesem Sinn SchülerInnen tätig werden zu lassen, anzuregen, zu inspirieren; im Sinn von: KUNST ist TUN & SK (=Stil kreativ!)!
|

|
Christine S. Prantauer & Manfred Moser YinYang-Uhr. Zeit schauen, 2020 Außenuhr hinterleuchtet, ⌀70, H 320cm Wohnanlage NHT, Südtiroler Siedlung, Innstraße 29 Christine S. Prantauer & Manfred Moser zu ihrer Arbeit: Die YinYang-Uhr verwendet statt der üblichen Zeiger ein dem Yin Yang-Symbol ähnliches Zeichen. Die heute übliche Definition dieses Symbols orientiert sich am Daoismus, wo das Zeichen für einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene, duale Prinzipien steht, die sich ergänzen. Die YinYang-Uhr ist eine Uhr, aber die exakte Zeitangabe steht nicht im Vordergrund. Vom Uhrzeitzwang befreit, regt sie an, die Zeit durch das Entstehen und Vergehen von unterschiedlichen Zeichen wahrzunehmen: Berg, Schnabel, Horn...zwei Mal in 24 Stunden taucht für eine kurze Weile der YinYang-Moment auf.
|

| Markus Wörgötter Invidia, 2013 Edelstahl, Granit, 143 x 90 x 45 cm Kirchenmauer, Pfarrkirche Zams Markus Wörgötter zu seiner Arbeit: Ein Zerrspiegel, der in eine Mauer eingelassen ist, ruht auf einer Granitplatte mit der Inschrift „INVIDIA“ (Neid, lateinisch: „der Unblick“). Der Spiegel übersetzt den abstrakten Begriff in körperliche Erfahrung. Seine Wölbung zitiert die Form einer Blendnische, wie sie als Ort für Heiligenfiguren üblich war. An die Stelle der Skulptur aber tritt das eigene Bild, verzerrt und entstellt. So werden die Betrachtenden selbst zum Objekt der Allegorie und sind gefordert, über die „blendende“ Natur des Affekts zu reflektieren.
|

| Gerold Wucherer Metapher zur Entstehung einer Quelle, 1994 Brunnenanlage, Innsteine, Edelstahl, Beton, Holz Gemeindevorplatz Zams Gerold Wucherer zu seiner Arbeit: Der Titel “Metapher zur Entstehung einer Quelle” hat mich bewogen, eine Säule zu wählen, da diese Form den Ablauf der Entstehung einer Quelle visuell am eindrucksvollsten wiedergibt. Das Quellwasser durchläuft einen langen Weg durch viele verschiedene Gesteinsschichten bevor es gefiltert und gesäubert zutage tritt. Die mit farbenprächtigen Innsteinen gefüllte Brunnensäule symbolisiert somit, diesen für uns so unendlich wertvollen Entstehungsprozess einer Quelle.
|
Vom Entstauben und Entdecken ...
Am 2. November 2024 wäre Franz Xaver Hauser 100 Jahre alt geworden. Ein guter Anlass sich dem Erbe anzunehmen, welches er der Gemeinde Zams hinterlassen hat. Und ein guter Moment, diese Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Wir haben die Kunstwerke vom Dachboden der Gemeinde geholt und gereinigt. Anschließend wurden sie fotografisch von Franz Preschern zeitgemäß in Szene gesetzt. Als Location diente hierfür eine alte Tischlerwerkstatt, die thematisch gut zu den Werken Franz Xaver Hausers passte.
Zu unserer Überraschung befanden sich im Nachlass des als Bildhauer bekannten Künstlers nicht nur bildhauerische Arbeiten, sondern auch viele Aquarelle und Zeichnungen. Arbeiten aus unterschiedlichen Schaffensperioden sind in diesem Katalog abgebildet und bieten einen Überblick über das Werk des Künstlers.
Auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die Jubiläumsausstellung entdeckten wir das
Fadumhaus an der Alten Bundesstraße. Im Sinne der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wurden mehrere Räume adaptiert und dienen nun als wieder nutzbar gemachte Ausstellungsräume.
Durch unseren Besuch bei seiner Familie in Lahnbach bekamen wir Einblick in unterschiedliche Lebensabschnitte des Künstlers. Erzählungen und Erinnerungen seiner Verwandten brachten uns die Person F.X. Hauser näher.
Kunst im öffentlichen Raum
Um dem umfangreichen Oeuvre des Künstlers gerecht zu werden, wurden seine Werke im öffentlichen Raum in der Region Landeck-Zams beschildert und in einem eigenen Folder dokumentiert. Dieser Folder ist im Gemeindeamt Zams, beim TVB Tirol West in Landeck oder hier als Download erhältlich ...
FXH Kunstroute 2024 (0.73 MB)
Unter dieser Webadresse sehen sie wo die Kunstroute Franz Xaver Hauser verläuft: Franz Xaver Hauser Kunstroute
Zudem ist ein Katalog zur Jubiläumsausstellung zu seinem 100. Geburtstag entstanden. Dieser kann im Gemeindeamt erworben werden.